2008
Psychedelisch!
Von René Franck
PIZZICATO (Luxemburg) - Dezember 2008
Galt bisher die Gesamtaufnahme der Sonaten durch Igor Shukow als Referenz, muss man nicht neben, sondern vor diese Einspielung jetzt auch diese neue stellen, gespielt von dem russischen Pianisten und Dirigenten Vladimir Stoupel, der 1985 französischer Staatsbürger wurde und heute in Berlin lebt.
Hier passiert tatsächlich etwas, wenn man eine der CDs in den Player legt
(und ich habe bewusst nicht mit der ersten Sonate begonnen, sondern mich
gleich in die mystischeren späten Sonaten vertieft). Der erste Eindruck
kam vom Klavierklang. So einen wohlproportionierten, natürlichen und den
Hörer unmittelbar in Scriabins Welt versenkenden Sound hört man nicht
oft. Das Klavier hüllt den Hörer sozusagen ein, nimmt ihn in sich auf,
wird eins mit ihm, eine Wirkung, zu der natürlich die rauschhafte,
psychedelische Musik Scriabins beiträgt. Man braucht nur die Augen zu
schließen, und dann ist man in jenem irrealen Ambiente, in dem die Musik
die perfekte Sinnestäuschung vollzieht, Körper und Geist leicht macht und
uns durch Eis und Schnee, durch Feuerbälle und Lichtbögen jagt, durchs
Dunkel wie durchs Sonnenhelle, wo nichts mehr greifbar wird und alles
entschwindet. Stoupel bringt uns das gewaltige Herz des Komponisten so nahe
wie sonst selten ein Pianist, mit einer Expressivität, der keine Grenzen
gesetzt zu sein scheinen, mit pianistischen Mitteln, die vom Flüstern bis
zum erregten Schrei reichen, mit Lyrismus wie mit Perkussion jene
unendlichen Räume der Musik durchfliegen, die sich längst von der
gemarterten Welt gelöst haben, Räume, wo nichts mehr greifbar ist, wo wir
transzendiert die Särge der Wahrheit einer längst ausverkauften Erde
hinter uns lassen.

Achtung, interpretatorisches Ereignis!
Von Peter Buske
NORDKURIER - 08. November 2008
Vladimir Stoupel, ein vor Emotionalität und Gestaltungswillen schier berstender Tastenmeister, bot eine schier überwältigende Lesart des 3. Klavierkonzertes von Ludwig van Beethoven.
Der Solist gibt sich fingerkraftvoll, reizt aber auch das lyrische Terrain bis an seine Grenzen aus. Aus diesem Dualismus heraus beginnt Stoupel mit dem Orchester eine Wechselrede auf höchst ernsthafte und gedankenreiche, nie verspielte, mitunter jedoch geradezu grüblerische Weise. Mit seinem ausdrucksstarken und variablen Anschlag langt er zwar kräftig, aber niemals herrisch zu. In den Disputen zeigt er sich erregt, leidenschaftlich, widerspruchsduldend. Staunenerregend, wie er die von Beethoven stammende Solokadenz des ersten Satzes nachgerade zu einem packenden Charakterporträt gestaltet. Auch wenn er sich in den verträumten Passagen der Seitenthemen verliert, bleibt sein Ton zart, artet jedoch keinesfalls in belanglose Tastentändelei aus. So ist auch die Deutung des Largo für Überraschungen jeglicher Art gut. Er träumt sich wie suchend und nachsinnend durch dessen Klangwelten, spielt es gleich einem Pianissimo-Charmeur wie ein Liebesgedicht. Gefühl pur. Dem Zauber der Beseelung kann man sich nicht entziehen. Fast nahtlos stürzen sich die Protagonisten in das tänzerisch- beschwingte Final- Rondo: auftrumpfend, skurril, witzig und kapriziös geht es dabei zu. In strahlender Siegerpose nimmt Vladimir Stoupel den Beifall entgegen, reicht den regelrecht hingemeißelten Marsch aus der Prokofjew-Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ als Zugabe. Ein Wunschgedanke: wann gibt es alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte mit ihm zu erleben?
Alexander Skrjabin - Gesamtaufnahme der Klaviersonaten
Von Mathias Heizmann
ARTE - 09. September 2008
Der russische Pianist Vladimir Stoupel legt eine der besten Gesamtausgaben der „Klaviersonaten“ von Skrjabin vor. Eine wegweisende Interpretation.
Um sich an eine Gesamtausgabe von Skrjabins „Klaviersonaten“ heranzuwagen, bedarf es einer gehörigen Portion Mut und eines wahrhaft offenen Geistes. Zwischen den spätromantischen Klängen der ersten Sonate (1892) und der mystischen Dimension der fünf letzten (1911-1913) liegen Welten. Wie Schönberg löste sich auch Skrjabin nach und nach von den traditionellen Ausdrucksformen und betrat musikalisches Neuland. Skrjabins Musik geht über sich selbst hinaus, sie übersteigt das rationale Denken und bringt Unsagbares zum Ausdruck. Vladimir Stoupels Einspielung ist wohl eine der besten Gesamtausgaben überhaupt und deshalb auch besonders schwierig zu kommentieren. Das Dreifachalbum ist deshalb so gelungen, weil der Pianist nicht in die musikalischen Klischees verfällt, die sich bei oberflächlicher Beschäftigung mit Skrjabins Werk aufdrängen können. Seine Interpretation hat mehr mit Malerei zu tun als mit dem Spiel eines romantischen Pianisten, der seiner Leidenschaft in überschwänglicher Notenflut Ausdruck verleiht. Und dadurch macht Stoupel Skrjabins Musik wieder zu diesem wandlungsfähigen Raum, der sich dem Zugriff unseres Verstands entzieht. Ein musikalisches Fresko? Vielleicht. Aber erhellt von einem Gewitterhimmel, über den Blitze zucken.
Alexander Skrjabin - Gesamtaufnahme der Klaviersonaten
Von Kevin Bee
BBC Radio 3 - 12. Juli 2008
Eindrucksvoller Skrjabin vom russischen Pianisten Vladimir Stoupel, der 2005 die Gesamtaufnahme der Sonaten für den Westdeutschen Rundfunk Köln einspielte. Stoupels Herangehensweise ist kraftvoll objektiv. Sein Spiel ist von echter Schönheit und subtiler Intensität. Der 3. Satz und der Beginn des Finales von Skrjabins 3. Klaviersonate zeigen beispielsweise die langsam glühende Schönheit seines Spiels. Gesamtaufnahmen der Skrjabin-Sonaten sind noch verhältnismäßig selten und Stoupels Aufnahme ist wirklich sehr gut.
Russische Seele wohlbehalten beim SHMF gelandet
Die Welt, 16. July 2008
Als Rolf Becker am Montag gemeinsam mit dem Pianisten Vladimir Stoupel im Literaturhaus auf den Spuren der russischen Seele wandelte, blickte durch die Worte wie die Noten der beiden Künstler stets die janusköpfige Gestalt des einstigen Weltreichs hindurch, das den diesjährigen Länderschwerpunkt des Schleswig Holstein Musik Festivals bildet. In ihrer klingenden Kulturgeschichte besuchten der Schauspieler wie der Pianist indes nicht nur Moskau, das Herz, und St. Petersburg, den Kopf Russlands, sondern auch die Mutter aller russischen Städte, Kiew. In jenem "Klein-Byzanz" war nach dem Vorbild des Goldenen Tores von Konstantinopel jenes Große Tor von Kiew erbaut worden, das Modest Mussorgsky in seinem Zyklus "Bilder einer Ausstellung" zum in imposante Akkorde gehauenen Klangdenkmal transformierte. Vladimir Stoupel baute das tönende Tor mit pianistischem Starkstrom auf. Viel inniger, intensiver und differenzierter wirkte der 1962 geborene Russe später bei Glinka, Tschaikowsky, Schostakowitsch und Skrjabin, mithin jener Musik, die westlichen "Fortschritt" mit orthodoxer Tradition kongenial zu verbinden weiß. Berührend wirkten die manisch-depressiven Grenzgänge Tschaikowskys in der "Dumka c-moll", die Stoupel mit weitem Atem ausschritt.
Alexander Skrjabin
Sämtliche Klaviersonaten
Von Michael Schmidt
Bayerischer Rundfunk - BAYERN 4 KLASSIK, 26. Juni 2008
Alexander Skrjabin war nicht nur ein visionärer Komponist und virtuoser Pianist, sondern auch ein Mystiker und Prophet, der die Welt mit seiner Kunst in einen ekstatischen Zustand der Auflösung und Verwandlung versetzen wollte. Skrjabins komplexes, zwischen Spätromantik und Expressionismus oszillierendes Oeuvre ist überwiegend auf das Klavier fokussiert und stellt höchste musikalische sowie technische Ansprüche. Nur wenige Pianisten haben sich der Herausforderung einer zyklischen Interpretation seiner zehn Klaviersonaten gestellt. Zu ihnen gehört nun auch der russische Pianist Vladimir Stoupel, der mit französischem Pass in Berlin lebt und als Geheimtipp für spätromantische Klaviermusik gilt. So zart und zugleich so sehrend wie bei Vladimir Stoupel hat man den sehnsüchtig-träumerischen Anfangsteil von Skrjabins 4. Klaviersonate noch nicht gehört. Dabei akzentuiert Stoupel besonders die Mittelstimmen, deren drängende Chromatik den Begehrenscharakter dieser Musik prägt. Und wenn die Sonate aus diesen Sehnsuchtskeimen zu immer rauschhafteren Steigerungen erblüht, dann gestaltet er das weniger mit rasenden Tempi oder krachender Lautstärke als vielmehr klanglich-gestisch, mit lyrischer Expressivität. Stoupels Interpretationsstil fasziniert auch bei Skrjabins Spätwerk wie zum Beispiel der 9. Sonate aus dem Jahr 1913, die der Komponist selber als "Schwarze Messe" bezeichnete. Wohltuend enthält sich Stoupel hier wie in seiner gesamten Sonaten-Neueinspielung jeglichem bloß vordergründigen Abbrennen pianistischer Feuerwerke. Dafür lässt er sich immer wieder auf die oft ambivalenten Stimmungslagen ein, was seinem Skrjabin-Spiel eine magische Subtilität verleiht. Mit seiner agogischen Freiheit erinnert es zudem an Skrjabins eigenen Klavierstil, der durch einige Welte-Mignon-Aufnahmen aus dem Jahr 1910 dokumentiert ist.
Ingolfsson-Stoupel-Duo in Washington DC
Washington Post, 17. Juni 2008
Am Sonntag brachten die Geigerin Judith Ingolfsson und der Pianist Vladimir Stoupel ihre Energie und ihr Können in ein vielseitiges Duoprogramm an der National Gallery in Washington DC ein. Stoupels vielseitige Ausdruckspalette ist wie geschaffen für Ravels „La Valse“. Die Aufführung kam wie ein Gewitter daher, selbst wenn das Walzergefühl gegenüber dem pianistischen Feuerwerk manchmal eine untergeordnete Rolle spielte. Im Zusammenspiel erzeugten diese zwei ausgezeichneten Künstler Momente größter Fantasie, insbesondere in den Ecksätzen von Ravels durchsichtiger Sonate.
KONZERT: Benefiz für die Kita „Friedenshaus“ POTSDAM / SANSSOUCI
Märkische Allgemeine Zeitung Potsdam, 17.05.2008
Am Donnerstagabend in der Friedenskirche gelang ein Benefizkonzert zur völligen Zufriedenheit. Der in Potsdam seit seiner spektakulären Wiedergabe des 1. Tschaikowsky-Klavierkonzertes im Nikolaisaal gut bekannte Vladimir Stoupel eröffnete mit der Schuberts Klaviersonate e-Moll Deutsch-Verzeichnis 566. Diese Sonate aus dem Jahre 1817 sucht man in der zweibändigen Ausgabe der Edition Peters vergeblich, denn von den 26 Klaviersonaten und Sonatenfragmenten Schuberts fanden dort nur elf beispielhaften Eingang. Schubert hatte zu viele Ideen bei zu kurzer Lebenszeit, und so wurde diese Sonate erst 1928 in viersätziger Form komplettiert. Stoupel spielte das für Schubert ganz typische Moderato, ein schwungvolles Scherzo und als Finalsatz das liedhafte Allegretto. Eine äußerst konzentrierte Interpretation, ganz ohne Pathos, mit feinem Anschlag und geistig durchdrungen. (Von Matthias Müller)
Maschinen-Musik
Musik ★★★★★
FonoForum, April 2008
Das Leben der hier Eingespielten ergäbe einen Roman: Alexander Mossolow schrieb Briefe an Stalin, landete dafür im Arbeitslager; Conlon Nancarrow kämpfte in Spanien gegen die Faschisten, wurde in Amerika geächtet, setzte sich nach Mexiko ab, entwarf dort unbeachtet Stücke für mechanisches Klavier. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: Mossolow, Nancarrow, Szpilman, Antheil und Roslavets – sie schrieben zu Beginn des letzten Jahrhunderts statische Maschinenmusik. Pianist Vladimir Stoupel trifft den Nerv der Stücke: Enervierend meißelt er Töne und findet auch Antworten für die gefühligen Passagen.
Die tausend Farben des Feuers
Hessische Allgemeine, 24. März 2008
Prometheus war der Held des Kasseler Karfreitagskonzerts mit Musik von Beethoven, Liszt und Skrjabin Mit einem eindrucksvollen Klaviersolo, Liszts "Funérailles" im abgedunkelten Saal, eröffnete Vladimir Stoupel den zweiten Konzertteil. Wunderbar, wie Stoupel fahle Akkordtürme, versonnene musikalische Gedanken und schwere Oktav-Kaskaden aufeinanderfolgen ließ - und damit den Boden bereitete für Alexanders Skrjabins "Promethée" oder "Le poème du feu".
Chagalls Monde
"Elegy for the Jewish villages". Lieder von Simon Laks/Antoni Slonimski, Maurice Ravel, Viktor
Ullmann und Hugo Weisgall. Valérie Suty, Sopran; Vladimir Stoupel, Klavier
Edition Abseits EDA30
Michael Herrschel, Neue MusikZeitung, März 2008
In jedem Ton sind der Ernst und die Zärtlichkeit zu spüren, mit denen Valéry Suty und Vladimir Stoupel dem Vergessenen eine Stimme geben. Am ehesten kennt man vielleicht noch das „Kaddisch“, das Maurice Ravel 1914 in aramäischer Sprache komponiert hat, in Kombination mit einer träumenden, artifiziellen Version des Gedichts „Frägt die Welt die alte Frage“. Dessen historische Melodie, von Ravel nur angedeutet, greift Simon Laks ein Menschenalter später wieder auf, oder: Er hält ihre Bruchstücke aneinander. Nach dem Vernichtungskrieg sind Imagination und Mahnung nicht mehr voneinander zu trennen. Laks hat Auschwitz überlebt, sein Augenzeugenbericht liegt auch auf deutsch vor, und einige seiner Klavierlieder wurden jetzt zum ersten Mal aufgenommen. Der Reichtum an Gedanken und Empfindungen, der aus ihnen spricht, macht bewusst, wie sehr es diese Miniatur-Szenen – vom Wiegenlied bis zum Verzweiflungsausbruch eines einberufenen Soldaten – wert sind, aus dem Abseits herauszutreten. Gleiches gilt für die Lieder des aus Mähren stammenden Hugo Weisgall. Seine Klangsprache ist schneller, energischer im Duktus; folkloristische Elemente im Klaviersatz werden gehärtet oder mit lakonischer Schärfe abgeschnitten. Die Textdichter sind fast alle unbekannt. Eine Ausnahme bilden David Einhorn und Salman Schneur, von denen sich Viktor Ullmann 1944, wenige Monate vor seiner Ermordung, zu dem Triptychon „Kleine Birke“ inspirieren ließ – und schließlich Antoni Slonimski, der 1947 im Londoner Exil für einen polnisch-jüdischen Dialog plädierte. So, wie seine „Elegie“ hier gesungen wird – in der Vertonung von Simon Laks, mit leuchtenden Vokalfarben und verschwebenden Konsonanten – erinnert sie an das bildnerische Denken von Marc Chagall, dessen „zwei Monde aus Gold“ von Slonimski auch zitiert werden, als Chiffren für das Zerstörte, für das „Nicht mehr“.
Pure Spiellust
Peter Iljitsch Tschaikowskys 1. Klavierkonzert bei „Klassik am Sonntag“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 29. Januar 2008
Es ist für Pianisten das Virtuosenkonzert schlechthin: Peter Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert op. 23, ein „Schlachtross“, das zu zäumen und zu zähmen kein Tastenspieler von Rang sich nehmen lässt. Nun nahm sich Vladimir Stoupel, begleitet vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt unter Leitung von Howard Griffiths, im Rahmen der „Klassik am Sonntag“-Konzertreihe im restlos ausverkauften Nikolaisaal (Potsdam) des unverwüstlichen Konzertliteraturhits an. Eine hinreißende Wiedergabe.
Stoupel, die Musiker und Griffiths schufen sich die erforderlichen freien Fantasieräume, um ihre Sicht auf die sehnsuchtsvollen, dramatischen, triumphalen und eben auch trivialen Dinge des Lebens darzulegen. Ihr Musizieren glich einem Einssein mit dem Komponisten! Differenziertesten Anschlags, sehnsuchtsvoll sinnierend bis kraftdonnernd, spürte Stoupel den Geheimnissen des Konzerts nach (so deutete er die Kadenz des 1. Satzes als Psychogramm des Komponisten). Dabei wurde er vom Staatsorchester voller Intensität unterstützt. Im Triumphalen glänzt man mit Bravour, um schließlich im Hymnischen zu landen. Die Anspannung des Publikums entlud sich in Jubelschreien.
Traumhafte Teufelstriller
Duo Ingolfsson/Stoupel
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Januar 2008
Die Violinistin Judith Ingolfsson musizierte mit ihrem Klavierpartner Vladimir Stoupel in Frankfurt am Main auf höchstem Niveau. So setzten die geborene Isländerin und der russische Pianist Beethovens Violinsonate Nr. 10 G-Dur op. 96 mit ausgeprägter Agogik blitzsauber, leichtfüßig, tendenziell leise, dezent und in moderat gewählten Zeitmaßen um. Dabei erwiesen sie sich als bestens eingespieltes und sensibel miteinander kommunizierendes Duo. Eine enorme Virtuosität zeigte Judith Ingolfsson solistisch mit Giuseppe Tartinis Sonate g-Moll "Il trillo del diavolo".
Im Unterschied zu der Agogik bei Beethoven und dem starken Rubato, mit der Stoupel eingangs Robert Schumanns Arabeske C-Dur op. 18 gespielt hatte, erklang zum Schluss Strawinskys Divertimento für Violine und Klavier nach seinem Ballett "Le baiser de la fée" stark motorisch, oft ungestüm-musikantisch und tänzerisch. GUIDO HOLZE